APE 2015 – Reisetagebuch – Sabines Geschichte

Sabine ist 39 Jahre alt, arbeitet im Krankenhaus, hat einen Hund namens Tim und eine große Leidenschaft: Geocaching!

Wann immer es ihr möglich ist, geht sie raus, meist mit Tim und sucht Geocaches aller Art.

Tag für Tag macht sie einen Spaziergang, der durch das Hobby immer anders verläuft. Dabei sucht (und findet auch meist) Dosen in ihrer Umgebung. Am Wochenende fährt sie schon auch mal woanders hin. Sie liebt es, durch Geocaching neue Orte kennenzulernen.
Sabine weiß, Geocaches gibt es auf der ganzen Welt. Sie hat Fernweh und überlegt schon lange, wie sie endlich mal den legendären Project A.P.E.-Cache im Urwald von Brasilien erreichen kann. Die Planung erscheint aufwendig und alleine möchte sie auch nicht reisen.
Sabine wünscht sich eine Gruppe von Gleichgesinnten, mit denen sie dieses Abenteuer erleben kann. Am Besten natürlich auch jemanden, der sich vor Ort auskennt und bei Fragen und Problemen helfen kann. Das würde ihr Sicherheit geben!
Noch schöner wäre es, wenn sie auf der Reise auch einiges für ihre Geocaching-Statistik tun könnte. Länderpunkte, Souvenirs, seltene Icons: die Jagd auf solche Achievements gehören für Sie einfach zum Hobby dazu.
Und dann hört Sabine von Cacher-Reisen, die schon mehrfach Trips zu tollen Orten ausgearbeitet haben. Sie liest die Reiseberichte (LINKS einbauen) von Mitreisenden, schaut sich die Fotos an und fragt einen Cacher, den sie von einem Event her kennt, wie es gewesen ist.

Er berichtet begeistert und das überzeugt Sabine. Sie setzt sich mit dem Veranstalter in Verbiindung und bucht ihr nächstes Abenteuer.
Schließlich tritt Sabine die Reise an. Schon am Flughafen gibt es ein kleines Verabschiedungsevent, bei dem neben guten Wünschen auch einige Tbs überreicht werden. Außerdem wird die stilvolle Coin überreicht, die jeder Teilnehmer als Andenken bekommt. Schon die Anreise schafft schnell Gemeinschaftsgefühle und die Stimmung ist voller Erwartungen.

 

Die sonst so mühevolle Zwischenlandung wird durch ein Event vor Ort verschönert. Schon hat Sabine den ersten Länderpunkt in der Tasche 🙂
In Brasilien wird Sabine gemeinsam mit den anderen Cache-Begeisterten von Atao, dem netten Busfahrer abgeholt. Er kennt die Wege und den Organisator schon vom letzten Mal, so dass alles reibungslos abläuft.
Zwar ist die Fahrt zum Nationalpark lang, doch unterwegs gibt es die ein oder andere Pause, zufälligerweise an Rasthöfen, an denen auch ein Cache zu finden ist.
Flug und Busfahrt hat Sabine genutzt, um die anderen Teilnehmer besser kennenzulernen. Zwar eint alle die Leidenschaft fürs Geocachen, doch es gibt zahlreiche Unterspielarten. Sabine freundet sich besonders gut mit Britta und Torsten an, denen genau wie ihr die Eindrücke etwas wichtiger sind als die Punkte (wobei auch die dazu gehören).
Nach dem Ankommen und Auspacken treffen sich alle zum Abendessen und besprechen den folgenden Tag. Lange bleibt keiner wach, alle fallen müde ins Bett.
Am nächsten Morgen ist es soweit: die Erkundung des Parks und der Besuch des A.P.E-Caches steht an! Die Reiseteilnehmer gruppieren sich in kleinen Teams und erkunden die Umgebung nach einer kurzen Einweisung selbständig. Einige wollen sofort zum wichtigsten Cache, andere lassen es ruhig angehen und besteigen erstmal den kleinen Berg, um die phänomenale Aussicht im Morgenlicht zu genießen. Sabine hat es nicht eilig und macht oben viele Fotos. Nebenbei wird natürlich auch das Final des Mystery-Caches oben geloggt.
Nach dem Abstieg ist es dann soweit: die letzten Meter bis zu einem der legendärsten Caches überhaupt liegen vor Sabine und ihren Mitstreitern. Der Weg ist zwar mitten im Urwald, trotzdem aber ganz gut zugänglich und durch die netten Unterhaltungen nur mäßig anstrengend.

Vor Ort muss gar nicht viel gesucht werden: die große Munitionskiste ist nicht schwer zu finden.
Vor dem Eintrag ins Logbuch wird der Inhalt untersucht, Coins und Trackables getauscht, viiiele Bilder gemacht, die (etwas stickende) Affenmaske aufgesetzt und das erhabene Gefühl genossen. Doch schließlich kann Sabine es nicht mehr aushalten und drückt ihren Stempel in das „heilige“ Logbuch. Diesen Moment wird sie nie vergessen!
Zum Glück hat der Park noch deutlich mehr Caches zu bieten, so dass auch der Rückweg nicht langweilig wird. Außerdem ist nun erstmal ein Event angesetzt. Das ist gut, denn die Luftfeuchtigkeit und die Wärme machen hungrig.
Am Eventgelände ist Sabine überrascht: neben den nun schon bekannten Gesichtern erblickt sie einige Geocacher aus Brasilien, die extra wegen des Events angereist sind. Es stellt sich heraus, dass dieses Event eines der größten ist, die es jemals in Brasilien gegeben hat. Schnell kommt Sabine ins Gespräch und merkt, dass auch hier die gemeinsame Leidenschaft verbindend wirkt.
Nach einem reichhaltigen Essen geht es gleich weiter auf Entdeckungstour durch den Park. Die Caches führen zu Quellen, Höhlen, Ruinen und vielem mehr. Genau das ist es, was Sabine an Geocaching liebt: die Möglichkeit, sich die Umgebung mit Spaß zu erschließen und dabei garantiert mehr zu sehen, als Reiseführer es ermöglichen!
Auch die folgenden vier Tage sind prall gefüllt: eine Fahrt zu einem atemberaubenden Canyon (natürlich mit einigen Caches), die „Reise in der Reise“ zu den Iguazu-Wasserfällen und damit verbunden weitere Länderpunkte in Paraguay und Argentinien, Bildmotive ohne Ende, farbenprächtige Tiere, freundliche Einheimische … so viel Eindrücke in so kurzer Zeit hat Sabine noch nie zuvor gehabt.
Viel zu schnell ist die Zeit vorbei. Doch schon auf dem Flug werden weitere spannende Reisen erdacht: wie hieß noch dieser Krater aus dem Hoecker Buch „Neues aus Geocaching“? Gibt es nicht auch einen Cache in Tschernobyl? Und wie viele Länderpunkte könnte man beim Megaevent in Estland mit einer Reise verbinden?
Eins steht fest: das war bestimmt nicht die letzte Cacher-Reise!