#cachingwalden – Tag 2

Start: 7:30 Uhr in Dagebüll

Ich habe schlecht geschlafen. Morgens bin ich matschig. Beim Zeltabbau sitzt ein Frosch auf der Plane und schaut mir zu. Die nächsten Stunden sind der Horror: Nieselregen und starker Gegenwind, ich komme nur mit 8 km/h vorwärts. Ich verfluche die vielen Hefte und die gesamte Idee. Wer hatte sich das gleich ausgedacht? Ach ja, das war ja ich.

Irgendwann wird es doch besser. Gegen Mittag bin ich in Husum. Ich gönne mir eine ausgedehnte Pause im Subway, lade die Akkus meiner Geräte und meine körpereigenen mit Cookies und Kaffee wieder auf. Im Subway treffe ich auf Bjarne, der mich gleich auf mein Rad anspricht. Es stellt sich heraus, dass auch er ein Radreisender ist, der gerade den Northsea-Bicycle Trail absolviert hat (plus eine Island-Umrundung). 5000 km in 3 Monaten. Ich dachte bisher, meine Tour sei umfangreich.

Nach der Pause gehen wir im Ortskern cachen. Dort höre ich plötzlich „Guck mal, das ist er“, drehe mich um und erkenne Geocacher aus der Heimat, die mich wiederum an dem WALDEN-Sweatshirt erkannt haben. Ein lustiges Treffen!

Danach geht es für mich mit dem Rad weiter nach St. Peter Ording. Es gibt auch dort ein tolles Event, mittlerweile sogar mit Sonnenschein. ca. 30 Cacher besuchen mich heute hier.

Die Cacher aus Hannover laden mich noch auf den Campingplatz ein, wo wir bei Bier über die guten alten Zeiten quatschen. In deren Vorzelt darf ich schlafen, deutlich komfortabler und trockener als in der letzten Nacht.

Highlight des Tages: 3 Stunden fahren, ohne einen anderen Menschen zu sehen. Nur Schafe. Viele Schafe.

Beifang des Tages: Alte Schule Warmhörn GC2AV5G, der Cache ist in der Satteltaschen eines sehr alten Fahrrads, welches ordentlich eingewachsen ist. Passt gut zu meiner Tour.

Frust des Tages: Fahren gegen den Wind mit 8 km/h. Anstrengend.

Befinden: Po, Knie und Schultern schmerzen. Toter Punkt.

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