Südostasien Teil 6: ECHTE Lost Places in Kambodscha

Relativ spontan habe ich entschieden, von Chiang Mai nach Kambodscha zu fliegen. Die Distanz ist überschaubar, es gibt täglich Flüge zu recht geringen Preisen und auch die Visa-Bestimmungen sind flexibel vor Ort umzusetzen. Also vieles, was dafür spricht! Außerdem lockten natürlich die Tempelanlagen bei Siam Riep.

Meine Unterkunft habe ich über AirBnB gebucht und damit einen absoluten Glückstreffer gelandet! Mein Host ist so nett und gut ausgestattet, besser geht es kaum. Wer selber mal in der Gegend ist, sollte unbedingt bei Chhorda einchecken! Im Service enthalten: Abholung vom Airport, Fahrrad, Moped, Bananen auf dem Zimmer, Ausflug ins örtliche Nachtleben, tolle Unterhaltungen, … Echt ein super Typ und ein sehr sauberes Zimmer!

Die Fahrt vom Flughafen war etwas besonderes. Tuk-tuks sieht man hier oft, ich saß bisher aber noch nie in einem. Der Fahrer erwartete mich mit Schild am Airport und er war sehr freundlich. Die Fahrt war spannend, man sieht so sehr viel von der Umgebung und muss ja nicht selber auf den Verkehr achten.

 

Am Abend bin ich mit dem Rad nach Downtown gefahren und habe mich an den drei vorhandenen Caches versucht. Zwei davon habe ich „gefunden“ (sie wurden mir angereicht), den dritten leider nicht. Scheinbar halten versteckte Caches hier nicht so lange, aber das Personal bei den beiden Hotels wusste umfänglich Bescheid 🙂

Dann habe ich mir die Füße sauber machen lassen von einigen Fischen. Das fühlt sich sehr seltsam an, wird jedoch schnell zu einem angenehmen Erlebnis.

Am nächsten Morgen bin ich sehr früh aufgestanden, um möglichst ohne die Touristenscharen an den Tempeln anzukommen. Das hat auch gut geklappt! Zunächst musste ich mir jedoch ein Ticket kaufen. Die sind ziemlich teuer geworden. Erst Anfang des Monats wurden die Preise angehoben. Für ein Eintages-Ticket legt man 37 $ auf den Tisch, für drei Tage 62 $! Das ist relativ viel, wenn man bedenkt, was es in Asien sonst so dafür zu kaufen gibt. Aber es lohnt sich auch. Die Tempel sind so großartig!

Mit dem Ticket in der Tasche konnte ich so also ab 7 Uhr die Tempel betreten und noch in relativer Ruhe besichtigen. Ich kam den ganzen Tag nicht mehr aus dem Stauen raus. Es ist einfach unfassbar, was Menschen hier vor vielen hundert Jahren vollbracht haben. Noch erstaunlicher ist, wie die Natur sich das wieder zurück erobert. Die Kombination von uralten Mauern und riesigen Bäumen, die auf, um, unter diesen wachsen ist einmalig. Ich konnte mich kaum sattsehen daran!

Die 9 Caches in der Gegend waren mir eine gute Richtschnur für meine Tour. Mit dem Fahrrad sind auch einige Kilometer zusammengekommen, ich schätze etwa 35. Am Abend war ich dann hinreichend fertig.

Erstaunlich fand ich auch die Verkäufer. Natürlich sind die an jedem Tempel anzutreffen. Frauen und Mädchen, die einem Obst, Getränke und Souvenirs andrehen wollen. Beim Obst habe ich oft zugegriffen! Hier kann sich jeder Verkäufer noch eine Scheibe abschneiden. Die sind so hartnäckig aber das auf eine sehr charmante Art und Weise, ich wollte am liebsten jedem was abkaufen.

Doch war der Tag noch nicht zu Ende! Mein Gastgeber hat mich auf den örtlichen Markt gebracht und mir kambodschanisches Essen näher gebracht. Ich war auch recht mutig, habe Insekten, Fischpaste, gegrillte Mehlwürmer, Heuschrecken und sogar einen ganzen Frosch gegessen! Ist wirklich erstaunlich lecker! Nur an die Eier mit den Kücken habe ich mich nicht rangetraut. Das ist hier eine Spezialität, ich konnte mich aber nicht überwinden. Und alles ist so günstig! Wir haben zu zweit etwa 3,25 $ gezahlt, inkl. Getränke!

Was für ein Tag! Diese Gegend hier ist so unglaublich. Ich finde das deutlich spannender als zum Beispiel die Pyramiden in Ägypten. Das liegt sicher auch daran, dass man sich relativ frei innerhalb der Anlagen bewegen kann! Wo ich überall rumgeklettert bin …

Das kommt auf jeden Fall mit ins Programm für die Südostasien-Reise im Februar 2018!

 

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