4. Tag der Brasilienreise im Mai 2016

Heute wollen wir Euch vom „Tag danach“ berichten. Auch nach dem Besuch des letzten A.P.E.-Caches ging die einmalige Reise mit einem Besuch einer ganz besonderen Höhle. Lest selbst!


Freitag, 13.05.2016

Es regnet immer noch …

Wie auch in den Tagen zuvor gingen wir um 8:00 Uhr zum Frühstück, die meisten der anderen waren bereits dort – auch zwei brasilianische Schulklassen. Mit der Wandergruppe vom Vortag hatten wir uns verabredet, nach dem Frühstück die restlichen zu Fuß erreichbaren Caches im Park suchen. Daraus wurde kurzerhand aber nichts, da Daniel uns indirekt fragte, ob wir mit zu einer der Höhlen gehen wollten. Es sei eine geführte Tour mit einem Guide für maximal zehn Personen – fünf könnten auch mit ihm durch die Höhle gehen. Wir überlegten kurz, sprachen mit den anderen und schlossen uns Daniel an. Also fix zur Logde, Badesachen holen und die teure Fotoausrüstung ablegen. Kurz darauf trafen wir uns alle wieder und gingen mit dem Guide zur Helmausgabe.

IMG_7598

 

Dort zeigte uns Junior, der lokale Cacher und Ranger im Park, noch einige heimische Tiere – darunter verschiedene und teils giftige Schlangen, ein Gürteltier, ein Krokodil und mehrere Spinnen. Wir erfuhren auch, wo diese Tiere im Park leben und zu finden sind. Von Tapir, Gepard und Puma konnten wir Tatzenabdrücke ansehen – live sind sie uns nicht begegnet. Eine tolle Einstimmung auf die Tour zur Höhle.

IMG_7609

 

Unser Guide André sprach so gut wie kein englisch, also verständigten wir uns großteils mit Händen und Füßen. Irgendwie erfuhren wir, dass der Fußmarsch zur Höhle 6 km betragen sollte – es ging bergauf und bergab, querdurch den Dschungel auf schmalen Pfaden. Gut, dass er eine Machetedabei hatte! Der Weg zur Höhle führte ins in Richtung Osten, über schmale Pfade, die man teilweisenicht als solche erkennen konnte. André musste seine Machete des öfteren einsetzen um uns den Weg zu bahnen.

Unterwegs passierten IMG_7616wir zwei Tradis, einer davon an einem anderen Höhleneingang. Hier lief eine andere kleine Wandergruppe unserer Reise auf uns auf. Als sie hörten, dass eine Höhlenwanderung unser Ziel sei, schlossen sie sich uns spontan an – somit waren wir ab jetzt 15 Personen.

Als wir nach circa 4km unterhalb einer imposanten und steilen Felswand standen, kam uns recht schnell die Idee, auch hier einen neuen Cache auszulegen. Daniel suchte ein passendes Versteck am Fuße der Wand, ich nahm meine Kopflampe aus der Lock&Lock-Dose, denn diese sollte als neuer Container dienen. Ein Logbuch und einen roten A.P.E.-Token für den Erstfinder haben wir mit in die Dose gepackt.

Weiter ging es bergauf in Richtung Höhle, in deren Nähe zwei weitere Tradis liegen sollten. Wir erreichten den ersten Cache oberhalb einer hohen Felswand, an deren Kante ein riesiger Baum seine Wurzeln um jedem Felsvorsprung krallte – sehr imposant! Nach dem Gruppeneintrag ins Logbuch – wir hatten vereinbart, überall mit „APE D CH 2016″ zu loggen – ging es den Pfad ein Stück zurück. 

Andrè machte uns klar, dass wir hier unsere Rucksäcke ablegen sollten. Helm auf, Kopflampe an, GoPro startklar und nichts mehr in den Taschen – so ging es zu fünft die letzten 300m zum Höhleneingang. Hier haben wir uns natürlich noc96h schnell ins Logbuch eingetragen bevor es hinein ging. Ich hatte zum Glück meine Trekking-Sandalen dabei und musste somit nicht in Wanderschuhen in die Höhle – ein großer Vorteil, denn es wurde nass, sehr nass – der Bach fließt ja durch die Höhle. Die 500m (geschätzt) durch die Höhle waren ein unglaublich tolles Erlebnis! Wir sind circa eine Stunde durch die Höhle geklettert – mal aufrecht gehend, mal flach entlang der schrägen Wände und mal bis zum Bauch im Wasser oder auch auf allen Vieren. Wahnsinn, einfach toll und schwer zu beschreiben. Andre zeigte uns kleine Krebse, Spinnen (giftige und harmlos4e) und mehrere Frösche. An einer Stelle, an der die Höhle innen bestimmt 15m hoch war, sollten wir alle unsere Lampen ausschalten – Schwarz, Stille – mehr Dunkelheit geht nicht! Kurz vor dem Höhlenausgang mussten wir dann noch einen kleinen Wasserfall hinaufklettern – einmalig!

Zurück bei den Wartenden kamen wir aus dem Schwärmen nicht mehr raus. Zum Glück hatten wir ein paar Wechselklamotten mitgenommen – erst mal raus aus den nassen Sachen. Philipp war der einzige der Wartenden, der auch gern in die Höhle wollte – Andre hat ihn also nochmal einzeln durchgeführt. Die anderen sind zeitgleich zurück zum Camp aufgebrochen.

Daniel, Janina und ich haben in der Zeit bei den Rucksäcken gewartet und uns mit Bananen, Mango und Peanutbutter-Leckerlies gestärkt. Als wir die Machete bei Andre´s Sachen erblickten, konnten wir nicht anders: einmal im Leben mit einer Machete im Dschungel Bambus schlagen – wieder kann ich etwas von meiner „once in a lifetime“-Liste streichen.

Den Rückweg traten wir zu fünft an – dieses Mal entlang der Forststraße. Etwas länger als der Hinweg, dafür aber nicht so viel bergauf und bergab auf schmalen Pfaden – sehr angenehm. Ein Tradi lag sogar noch auf dem Heimweg. Zurück im Camp haben wir die Helme abgegeben und unseren Guide bezahlt – 200 Real inkl. Trinkgeld für alle gemeinsam. Umgerechnet sind das keine 70 Euro für einen Tag Spaß im Dschungel!

Janina und ich haben uns im Zimmer kurz frisch gemacht und entschieden, vor dem Duschen noch fix die verbliebenen Caches im Zentrum des Camps zu suchen – nach einer guten Stunde bei stärker werdendem Regen hatten wir einen Earthcache, drei Tradis und ein Multi-Final erfolgreich geloggt. Die Dusche vor dem Abendessen tat so gut! In frischen Sachen ging es zum letzten Abendessen. Es schmeckte wieder vorzüglich. Schön ist, wenn man abends die Erlebnisse des Tages der anderen Cacher hört – so macht Urlaub Spaß! Anschließend haben wir noch im Gemeinschaftsraum zusammengesessen, erfrischende Getränke genossen, über gute und schlechte Caches philosophiert … den Abend also fröhlich ausklingen lassen.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.